Der zweite Petrusbrief
Der 2. Petrusbrief versteht sich als Fortsetzung des ersten Briefes unter dem Namen des Simon Petrus. Gegenüber den Spöttern, die die christlichen Gemeinden wegen des Ausbleibens der Wiederkunft Christi auslachen, weist der Apostel mit einem Psalmwort (Ps 90,4) auf das andere Zeitmaß Gottes hin: Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag! Deshalb habe die Gerichtszeit, die der Wiederkunft vorausgeht, schon mit der ersten großen Sintflut des Alten Testaments begonnen (1. Mose 6–9). Die Verzögerung der Wiederkunft bedeutet eine letzte Chance, zur christlichen Gemeinde zu finden. Das Ende wird aber ohne Vorankündigung kommen, wie ein Dieb in der Nacht (Kap 3bibeltext/2.Petrus3,13).
Der Brief gibt sich als Testament des Petrus: Angesichts des verheißenen neuen Himmels und der neuen Erde (3,13) relativiert sich die Bedeutung seines eigenen Lebens: denn ich weiß, dass ich meine Hütte bald verlassen muss. (2. Petr 1,14)






