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Der 1. Brief von Petrus

Erster Petrusbrief

Der 1. Petrusbrief wendet sich an christliche Gemeinden in Kleinasien, die sich mit einer ihnen feindlichen Umwelt auseinander setzen müssen. Der Absender schreibt unter dem Namen des anerkannten Apostels Petrus aus Babylon (5,13). Babylon wurde als Deckname für die Hauptstadt Rom verwendet.

Der Brief spiegelt die Bedrohung der Gemeinden während der ersten weitreichenden Christenverfolgung im römischen Reich zur Zeit des Kaisers Domitian (81–96 n.Chr.) wider. Die Gemeinden leiden unter politischer und gesellschaftlicher Anfeindung und wer­den mit allen Mitteln gedemütigt. Sie werden verleumdet und verachtet. Der Brief bestärkt die Christen durchzuhalten: Gerade in dieser Situation bewährt sich der Glaube. Er wird geradezu geläutert, wie das Silber im Feuer. Es gilt als Auszeichnung, zum auserwählten Volk Gottes zu gehören (2,9) und wie Christus durch unschuldiges Leiden zur Herrlichkeit zu gelangen (2,21-25). Dazu gehört, unbeirrt Rechenschaft über den Glauben zu ge­ben (3,15).

Der 1. Petrusbrief begründet die Theologie des Märtyrertums in der frühen Christenheit. Die Verfolgungen werden als Zeichen der nahen Wiederkunft Christi (4,7) gedeutet. Es kommt darauf an, auch im Leiden Christus nachzufolgen und dadurch im künftigen Gericht gerettet zu werden (4,16-19). 

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