Der erste Johannesbrief
Der 1. Johannesbrief fordert eine Umkehr im Denken: Nicht aus der Perspektive des Menschen, sondern von Gott her soll die Lebensorientierung gewonnen werden. Die bildhaften Aussagen – Gott ist Licht (1,5) und Gott ist die Liebe (4,16) – bringen diesen allumfassenden Anspruch Gottes auf Lebensorientierung zur Sprache.
Im Widerspruch dazu stehen alles Weltliche und der widergöttliche Antichrist. Er verkörpert die Welt der Finsternis und des Hasses. Ohne Gottes Erscheinen in der Welt könnte die Welt diese Gegensätze aber nicht wahrnehmen. Darum ist Gott in Jesus Mensch geworden – zum Hören, Sehen und Anfassen (1,1). Dadurch hat Jesus die Menschen in die Lage versetzt, den liebenden Gott von allem Widergöttlichen zu unterscheiden.






