Der Prophet Zefanja
Die Prophetie des Zefanja kann in die Zeit des Königs Josia (653–609 v.Chr.) datiert werden, jedoch noch vor dessen Kultreform. Die Großmacht Assyrien ist schwächer geworden; ihr wird Vernichtung angekündigt. Diese Drohung gilt jedoch nicht nur ihr, sondern auch anderen Nachbarländern Judas, ja sogar Juda und Jerusalem selbst (1,2–3,8).
Zefanja nennt den großen Gerichtstag »Tag des Herrn«. Doch nach dem Gericht soll es durch ein Eingreifen Gottes eine neue Zukunft geben, wenngleich nur für einen kleinen Rest des Volkes Israel:
Ich will in dir übrig lassen ein armes und geringes Volk;
die werden auf des HERRN Namen trauen.
Und diese Übriggebliebenen in Israel
werden nichts Böses tun noch Lüge reden,
und man wird in ihrem Munde
keine betrügerische Zunge finden,
sondern sie sollen weiden
und lagern ohne alle Furcht. (Zef 3,12-13)






