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Jona

Der Prophet Jona

Anders als die anderen Prophetenbücher ist das Buch Jona eine kleine, kunstvolle Erzählung. Ihr Schauplatz ist die einst mächtige Hauptstadt Assyriens, Ninive, die inzwischen untergegangen ist.

Jona erhält von Gott den Auftrag, der großen Stadt Ninive ein Strafgericht Gottes anzukündigen. Aber Jona fürchtet sich so vor diesem Auftrag, dass er Gott zu entkommen sucht, indem er mit einem Schiff in die entgegengesetzte Richtung flieht. Seine Anwesenheit an Bord bringt jedoch das Schiff in große Seenot. Man entschließt sich, Jona ins Meer zu werfen. Dort wird er von einem großen Fisch verschluckt und nach drei Tagen aus dem Bauch an Land ausgespien. Nun ist er bereit, seinen ursprünglichen Auftrag wahrzunehmen.

Jonas Predigt in Ninive bewirkt, dass die Be­wohner in sich gehen und Buße tun. Das Gericht findet nicht statt. Die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung: Jona, der den Untergang beobachten wollte, ist beleidigt und beklagt sich bei Gott. Mit einem Schuss Humor wird er über die Güte Gottes belehrt. Er muss erleben, wie eine schattenspendende Staude nach kurzer Zeit wieder verdorrt. Gott knüpft daran sei­ne Antwort, mit der das Büchlein schließt:

Da sagte der HERR: »Schau her, du hast diese Staude nicht großgezogen, du hast sie nicht gehegt und gepflegt; sie ist in der einen Nacht gewachsen und in der anderen abgestorben. Trotzdem tut sie dir Leid. Und mir sollte nicht diese große Stadt Ninive Leid tun, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die rechts und links nicht unterscheiden können, und dazu noch das viele Vieh?« (Jon 4,10-11

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