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Hosea

Der Prophet Hosea

Mit Hosea beginnt die Reihe der kleinen Propheten, das Zwölfprophetenbuch der Hebräischen Bibel. Hosea ist im Nordreich Israel aufgetreten und hat dort bis zum Untergang dieses Reiches im Jahre 722 v.Chr. gewirkt. Er muss das Volk anklagen, weil es seinen Gott verlassen hatte, um anderen Göttern zu dienen. Wenn sich das Volk nicht besserte, drohte ihm der Untergang als Gericht Gottes.

Hosea redet sehr bildreich: Er spricht von Israel als Gottes Ehefrau, die wegen ihrer Treulosigkeit sogar der Hurerei mit anderen Göttern beschuldigt wird. Mit seinem persönlichen Le­ben steht Hosea für diese Botschaft ein. So heißt es im ersten Kapitel:

Als der HERR zum ersten Mal zu Hosea sprach, sagte er: »Heirate eine Hure und zeuge mir Hurenkinder! Denn das ganze Land ist mir untreu geworden und läuft wie eine Hure fremden Göttern nach.« (Hos 1,2)

Die Kap 1–3 berichten, wie diese Ehe und die drei gezeugten Kinder Abbild des Volkes und seines Ergehens sind. Gott wirbt um sein Volk wie ein enttäuschter Liebhaber und kämpft selbst darum, es nicht preisgeben zu müssen.

Als Israel noch jung war, gewann ich es lieb. Aus Ägypten rief ich es als meinen Sohn. Immer wieder rief ich die Leute von Israel durch meine Propheten, aber sie liefen von mir weg. (Hos 11,2)  

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