Das Buch von den Richtern
Das Buch der Richter / Richterbuch umfasst Legenden von Heldengestalten, welche man als »Richter« bezeichnete und die in der Frühzeit der Geschichte Israels gesammelt wurden.
Eine zentrale Autorität fehlte in diesem Zeitraum. Jeder Stamm verfolgte seine eigene Politik. Kriegerische Aktionen wurden nur von einem Teil der Stämme gemeinsam unternommen.
In solchen Notzeiten treten Richter auf wie Gideon oder Debora, deren Aufgabe es war, die bedrohten Stämme vor ihren Feinden zu retten. Über die Rettungsaktionen wird ausführlich und spannend erzählt. Die Verfasser dieses Geschichtswerkes deuteten jene Epoche durch ein sich wiederholendes Schema der Geschichtsdarstellung:
Und die Israeliten taten, was dem HERRN missfiel, und vergaßen den HERRN, ihren Gott, und dienten den Baalen und den Ascheren. Da entbrannte der Zorn des HERRN über Israel und er verkaufte sie in die Hand Kuschan-Rischatajims, des Königs von Mesopotamien; und so diente Israel dem Kuschan-Rischatajim acht Jahre. Da schrien die Israeliten zu dem HERRN, und der HERR erweckte ihnen einen Retter, der sie errettete. (Ri 3,7-9)
Abfall zu fremden Göttern, Not und Rettung durch Richter wiederholen sich fortlaufend. Das Geschick Israels entscheidet sich an seiner Treue gegenüber seinem Gott.






