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Das 1. und 2. Buch der Chronik

Die Chronikbücher (1. und 2. Chronik)

Mit den Chronikbüchern liegt uns ein weiteres Geschichtswerk vor, das außerdem die Bücher Esra und Nehemia umfasst.

In der Spätzeit (3. Jh. v.Chr.) wird hier die Geschichte Israels von Adam bis zum Ende des babylonischen Exils noch einmal dargestellt. Die Chronikbücher erzählen die Geschichte, die in den Samuel- und Königsbüchern bereits vorliegt, in einer neuen Situation. Nach dem Ende der staatlichen Selbständigkeit wird der Tempel in Jerusalem zum Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde. Es handelt sich in den Chronikbüchern eher um eine fromme Geschichtsbetrachtung als um eine Geschichtsdarstellung.

Der erste Teil der Chronik enthält Abstammungslisten, die von Adam bis zum Tod Sauls führen. Erst mit dem Königtum Davids beginnt die eigentliche Geschichtsbetrachtung. Die Gestalt Davids ist im Buch der Chronik stark idealisiert. Es ist so gut wie nichts mehr vorhanden von dem, was einen Schatten auf die Gestalt des Königs werfen könnte.

Die Idealisierung erstreckt sich auch auf das Königtum Salomos. Weder wird etwas von den harten Maßnahmen gesagt, die zur Sicherung seiner Herrschaft dienten, noch werden seine vielen ausländischen Frauen erwähnt.

Der Tempel und das Einhalten von Gottes guter Weisung stehen im Vordergrund. Gott ist der universale König, und der König aus dem Haus Davids wird als sein irdischer Vertreter verstanden. Universaler Friede und Ruhe ringsum sind Erwartungen und Hoffnungen, die die Verfasser leiten.

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