Alles Irdische ist eitel

11Dies sind die Reden des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs zu Jerusalem.

2Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel.

3Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne?

4Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt; die Erde aber bleibt immer bestehen.

5Die Sonne geht auf und geht unter und läuft an ihren Ort, dass sie dort wieder aufgehe.

6Der Wind geht nach Süden und dreht sich nach Norden und wieder herum an den Ort, wo er anfing.

7Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, dahin sie fließen, fließen sie immer wieder.

8Alles Reden ist so voll Mühe, dass niemand damit zu Ende kommt. Das Auge sieht sich niemals satt, und das Ohr hört sich niemals satt.

9Was geschehen ist, eben das wird hernach sein. Was man getan hat, eben das tut man hernach wieder, und es geschieht nichts Neues unter der Sonne.

10Geschieht etwas, von dem man sagen könnte: »Sieh, das ist neu«? Es ist längst vorher auch geschehen in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.

11Man gedenkt derer nicht, die früher gewesen sind, und derer, die hernach kommen; man wird auch ihrer nicht gedenken bei denen, die noch später sein werden.